Die jungen Turner zeigten ihr Potential, die erfahrenen Schüler erturnten sich die Vizemeisterschaft

Noch bevor der Bericht startet: Ein ganz dickes Dankeschön an die Trainer und Turner, die sich so kurz vor Weihnachten aufgerafft hatten, um ihren Verein, die TG Unterliederbach, würdig zu vertreten. Und sie haben ein gutes Bild hinterlassen!

Am Samstag, 14.12.2019, starteten die jüngeren Turner, Leo Baumjohann (Jahrgang 2006), Benedikt Huth (Jahrgang 2006) und Ruben Brümmer (Jahrgang 2005) in dem Wettkampf Jahrgang 2004 und jünger in Oberursel-Stierstadt. Man muss sagen, das war ein überaus starkes Teilnehmerfeld. Neun Mannschaften traten in dem Wettkampf gegeneinander an und unsere Jungs kämpften in dezimierter Zahl in einer Riege mit den überaus starken Ausrichtern aus Oberursel-Weißkirchen. Doch alle drei gaben ihr Bestes: Benedikt zeigte in beeindruckender Weise, wie locker man seine Übungen am allseits gehassten Pauschpferd absolvieren kann. Leo startet auch am Pauschenpferd, die Spannung in den Beinen stimmt und er schwingt die Beine präzise und hoch. Dafür gibt es Applaus! Ruben wiederum scheint an den Ringen zuhause zu sein: Dietmar, sein Trainer hebt ihn an die Ringe und mit einem Kraftakt hebt er die Beine in den Winkelstütz. Gratulation, dafür gab es 14,500 Punkte von den Kampfrichtern. – Insgesamt erturnten die Jungs einen guten sechsten Platz und zeigten, dass das Potential für eine Treppchen-Platzierung im nächsten Jahr vorhanden ist.

Einen Tag später, am Sonntag, 15.12.2019, kämpften Valetino Zenobio, Janis Vogt, Naoki Fukushima, Khalid Lakniti und Gereon Senze in der Leistungsklasse 2, Jahrgang 2001 und jünger um die Hessischen Mannschaftsmeisterschaften. Und wie es der Zufall wollte wurden sie eine Riege mit dem späteren Hessenmeister-Team Obere Lahn eingeteilt. Das schien den Ehrgeiz der Teenager geweckt zu haben. Naoki beginnt am Reck als erster Turner, die Körperspannung stimmt, seine Übung ist schwungvoll und wird mit 8,9 Punkten belohnt. Gereon, der seit Monaten nicht mehr ernsthaft trainiert hatte, rief seine Routine-Übungen am Reck ab, schwang mit einem Salto ab und steht den Abgang sicher. Khalid startet am Boden durch und eine seiner ersten Übungen ist ein Männerspagat, in den er fast schon reinspringt. Ihm waren die 10,95 Punkte von den Kampfrichtern gewiss. Janis hingegen wagte sich in seiner Bodenübung in den Spitzwinkelstütz und stand ihn perfekt. Valentino jedoch schien seine Mannschaftskollegen noch toppen zu wollen und zeigte einen „Damenspagat“ und einen Spitzwinkelstütz.

Doch die große Überraschung kam zuletzt: Die Jungen hatten sich so gut geschlagen, sie erturnten eine Silbermedaille und mussten sich nur den Turnern von der Oberen Lahn geschlagen geben. Kein Wunder, dass ihr Trainer Chris sich ein Lächeln nicht nehmen ließ, als er seine Turner auf dem Treppchen stehen sah. (ask)