Teams der TGU für 1. und 2. Bundesliga qualifiziert - Neues Ligasystem bringt viele Veränderungen

UNTERLIEDERBACH - Nachdem viele andere Sportarten wie Handball, Eishockey, Basketball und Fußball aus dem Sommerpausenmodus wieder in den Ligaalltag zurückgekehrt sind oder dies in Kürze tun werden, starten jetzt auch die Torballerinnen und Torballer der TG Unterliederbach in die neue Saison. Im Gegensatz zu den vorgenannten Sportarten stehen die unterliederbacher Torballer und auch der Rest der Torballrepublik vor grundlegenden und weitreichenden Änderungen im Spielbetrieb der Saison 2015/16.

Über Magdeburg, Kaiserslautern, Dortmund und St. Pauli in die neue Spielzeit

Schon am kommenden Wochenende (28.08. - 30.08.) steht für das Herrenteam um Trainer Ralf Thurm ein erster interessanter Test an. Beim internationalen Turnier des SV 1990 Magdeburg trifft die TGU (neben dem Gastgeber) auf Mannschaften aus Augsburg, Würzburg, Dortmund, Forst-Borgsdorf, Halle/Saale sowie Teams aus Frankreich (Nizza) und Belgien (Mol). Weiter geht es dann am 19.09., wenn sich die TGU beim traditionsreichen Turnier des TFC Kaiserslautern mit der Konkurrenz aus, u. a. Kaiserslautern, Berlin, Dortmund, Stuttgart-Hoffeld und Straßburg messen darf. Die Serie der Vorbereitungsturniere wird dann Ende November mit der Teilnahme am Louis-Braille-Cup, der von der Torballabteilung des FC St. Pauli ausgerichtet wird, beendet.

Auch für die Damen der TG Unterliederbach wird es langsam wieder Ernst. Das Team um Coach Stephan Eschebach testet seine Form erstmals am Wochenende vom 24.09. - 26.09. Beim internationalen Turnier des BSSV Dortmund haben es die Spielerinnen um die Weltmeisterinnen Elke Averesch und Gabi Eschebach dann mit starker Konkurrenz aus Deutschland, Österreich und Frankreich zu tun.

Neues Ligasystem geht zur Saison 2015/16 an den Start

Grundlegende Änderungen erfuhr der Meisterschaftsbetrieb der Abteilung Torball im DBS. Der bisherige Modus, sich über die Landesmeisterschaften und die beiden Qualifikationsturniere (Nord- und Südgruppe) für das Endrundenturnier zur Deutschen Meisterschaft qualifizieren zu müssen, wurde abgeschafft und durch ein Ligasystem mit drei Bundesligen ersetzt. Beschlossen wurde die Reform bereits im Rahmen der Abteilungsversammlung der Abteilung Torball im DBS im Anschluss an die Torball-DM im vergangenen März 2015 in Dortmund. Eine neu ausgearbeitete Liga- und Turnierordnung wurde dann im Anschluss von den entsprechenden Gremien des DBS bestätigt. "Mit dieser Reform sind wir für die Zukunft gut aufgestellt und können flexibel auf künftige Veränderungen reagieren. Das Ligasystem erlaubt es neugegründeten Teams, sich adäquat zu integrieren und kann flexibel auf strukturelle und regionale Veränderungen angepasst werden.", zeigt sich Jürgen Becker, Abteilungsvorsitzender der Abteilung Torball im DBS und eine der treibenden Kräfte bei der Einführung des neuen Ligasystems mit den gefundenen Regelungen zufrieden. Gespielt werden soll in drei Ligen (1., 2. und 3. Bundesliga) mit jeweils sieben Teams. In einer Testphase (Saison 2015/16) wird es pro Liga nur einen Spieltag geben. Ab der Folgesaison 2016/17 ist geplant, das Ligasystem dann auf jeweils eine Hin- und Rückrunde zu erweitern. Die Zusammensetzung der Ligen ergab sich aus dem Endergebnis der Meisterschaftsrunde der vergangenen Saison 2014/15. Der Erstplatzierte der 1. Bundesliga ist der Deutsche Meister und qualifiziert sich für die Teilnahme am Welt- oder Europacup. Die Plätze Sechs und Sieben steigen aus der ersten Liga ab. Für die zweite Liga und jede weitere Liga darunter gilt: Die beiden Erstplatzierten steigen in die nächst höhere Liga auf und die beiden Letztplatzierten steigen in die nächst tiefere Liga ab.

TGU geht in 1. und 2. Bundesliga an den Start

Aufgrund der guten Platzierungen der vergangenen Saison (TGU I Vizemeister u. TGU II Platz 8) haben sich die Torballer der TG Unterliederbach für die erste und zweite Bundesliga qualifiziert. Die zweite Mannschaft kämpft dann kommenden Februar in Borgsdorf um den Aufstieg in Liga Eins bzw. den Klassenerhalt in Liga Zwei. Die erste Mannschaft reist kommenden März nach Landshut, um sich in der ersten Bundesliga mit den besten deutschen Teams um den Titel "Deutscher Meister" zu streiten. Der Spieltag der dritten Liga findet Ende Januar 2016 in Halle/Saale statt. Die Damen werden ihren Meister ebenfalls in Landshut parallel zu dem Spieltag der ersten Torball-Bundesliga der Herren ermitteln. "Das neue System ist für alle Mannschaften Neuland. Dadurch, dass es keine Halbfinalspiele und keine Finals mehr gibt, muss man vom ersten Spiel an hellwach sein und darf sich keinen Ausrutscher erlauben. Konnte man beim alten System noch über eine mäßige Vorrunde und trotz des einen oder anderen Punktverlustes in den Gruppenspielen über die Halbfinals noch in die Medaillenregionen gelangen bzw. Deutscher Meister werden, so musst du jetzt von Anfang an auf Sieg spielen - auch um der Gefahr zu entgehen in die Abstiegsregionen zu rutschen. Ähnlich sieht es in den Ligen Zwei und Drei aus. Je nach Turnierverlauf spielt man entweder um den Aufstieg mit oder befindet sich in Abstiegsgefahr. Wir sollten mit dem neuen System also attraktive und spannende Meisterschaftsrunden bekommen." wagt der Trainer der unterliederbacher Herrenmannschaft, Ralf Thurm, einen Ausblick auf die kommenden Spielzeiten.